Obstsortenbestimmung mit Geschichte(n)

 

Das war wieder eine gelungene Veranstaltung des OGV Heimerdingen. Am Mittwoch, 23.09.2020 führte der Hemminger Ortspomologe Matthias Braun über 20 Interessierte über Heimerdinger Streuobstwiesen und erklärte die einzelnen Obstsorten und deren Geschichte.

Wildling von Einsiedel, Luike, Kaiser Wilhelm Apfel, Prevorster Bratbirne, Hermannsbirne, Masselbacher Mostbirne, Rheinischer Bohnapfel, Knausbirne sind nur einige der vielen Sorten die bestimmt und erklärt wurden. Unsere Vorfahren haben mit Bedacht diese Bäume gepflanzt, da sie zu unterschiedlichen Zeiten pflückreif und genußreif wurden. So war sichergestellt, dass Obst über das gesamte Jahr zur Verfügung stand, frisch, als Lagerapfel oder gedörrt. Obst war nicht nur eine süße Ergänzung, in Hungerjahren sogar lebenswichtig.

Die Luike war unser württembergischer Hauptapfel, bei den Birnen war es die Knausbirne. Beide Sorten zeichnen sich durch hohe Erträge aus, wobei es diesen alten Sorten eigen ist, dass sie stets nach einem ertragreichen Jahr ein Erholungsjahr ohne nennenswerten Ertrag zeigen. Die Knausbirne wie auch die anderen Bratbirnen wurden überwiegend gedörrt. Einige der älteren Heimerdinger erzählten von deren Müttern und Großmüttern, die stets einige getrocknete Apfel- und Birnenstücke in der Schürze hatten. Ein „Bonbon“ für die Kinder.

Aber nicht nur ältere Heimerdinger interessierten sich für den interessanten Vortrag von Matthias Braun. Unser 1. Vorsitzender Wolfgang Gommel freute sich über Vertreter anderer Obst- und Gartenbauvereine aus Ditzingen und Münchingen, insbesondere freute er sich über die Teilnahme von jungen Leuten. Eine Studentin aus Slowenien sowie eine Gruppe junger Männer, die in Heimerdingen eine Mostpresse einrichten und betreiben wollen.

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